International Society for Jazz Research

“You Can’t Kill an Organization”:

Musicians’ Collectives and the Black Power Paradigm

Der vorliegende Aufsatz beschäftigt sich mit Vereinigungen schwarzer US-amerikanischer Musiker vor dem Hintergrund der Black-Power-Bewegung. Nach dem Vorbild anderer schwarzer Nationalisten brachten Mitglieder solcher Musikervereinigungen ihre Kollektive in eine gewisse Position der Stärke. Musiker übernahmen eine aktive Rolle in der Aufnahme und Produktion ihrer Musik; sie veröffentlichten Magazine und Pamphlete, in denen das Black consciousness im Mittelpunkt stand; hinblickend auf die Musik und die Geschichte der Schwarzen riefen sie Erziehungsprogramme ins Leben, und sie transferierten soziale Thematiken der Black-Power-Bewegung in ihre musikalischen Kompositionen. Ab der Integration der politisch bedeutsamen ästhetischen Black-Power-Prinzipien in den Jazz erfuhr dieser eine Erneuerung und Verjüngung, und daraus ergaben sich eine neue Art sozialer Interaktion und neue Schauplätze für die Bildung kollektiver Identität.