International Society for Jazz Research

Polyharmony, Polymeter and Motivic Development

in Charlie Parker's "Klact-Oveeseds-Tene" (Take 1) Solo

Die vorliegende Untersuchung von Charlie Parkers Solo über Klact-oveeseds-tene (Take 1) zeigt, auf welche Art er seine Improvisation organisiert und gestaltet:

  1. Parkers Saxophonlinie beinhaltet eine harmonische Struktur, deren Klangbild und harmonischer Rhythmus zu einem großen Teil unabhängig ist vom harmonischen Spiel der Rhythmusgruppe. In Summe ergibt sich dadurch der Effekt einer Polyharmonie.
  2. Durch seine besondere Verwendung von Pausen und Betonungen schafft Parker Rhythmusgebilde, die im Zusammenklang mit dem 4/4-Takt der Rhythmusgruppe einen polyrhythmischen Effekt ergeben.
  3. Parker verwendet gewisse wiederkehrende melodische Figuren, die er in immer neuen Variationen miteinander kombiniert. So gestaltet er beispielsweise die ersten 10 Takte seines Solos mit Hilfe zweier kleiner melodischer Zellen.