International Society for Jazz Research

The Influence and Use of Jazz and Blues

in the Music of T. J. Anderson

Thomas Jefferson Anderson jr. gehört zu den nordamerikanischen Komponisten der mittleren Generation, die, beginnend mit dem High School- und College-Studium, mit allen Techniken und Formen zeitgenössischer Kunstmusik bekannt wurden, genauso wie sie mit den musikalischen Ausdrucksmitteln ihrer ethnischen Herkunftsgruppen bestens vertraut sind. Bei T.J. Anderson reichen diese Erfahrungen von der Linie Schönberg-Webern-Strawinsky-Milhaud bis zu den Stilmitteln des Ragtime, Jazz und Blues. Es war seine Orchestrierung von Scott Joplins "Treemonisha", welche die Welturaufführung dieser Oper aus dem Jahre 1911 in Atlanta im Jahre 1972 ermöglicht hat.

An einer Reihe von Beispielen werden im vorliegenden Aufsatz Elemente aus den Bereichen von Jazz und Blues in Andersons Kompositionen festgemacht. Etwa der "Jam-Session"-Charakter in dem Werk Intervals; Set VII, oder die Folgen von Blues- Progressions in der Chamber Symphony bzw. In Memoriam Zach Walker. Auch verschiedene Stimm- und Instrumentaltechniken in Andersons Werk werden in den Jazz- und Bluesbereich zurückgeführt. Eine detaillierte Analyse von Variations On A Theme By M. B. Tolson zeigt das Kompositionsverfahren Andersons in den mittsiebziger Jahren.