International Society for Jazz Research

Some Characteristics

of Clifford Brown’s Improvisational Style

Clifford Brown's bezaubernde und "einleuchtende" Improvisationen beruhen auf seiner Begabung für musikalische Organisation sowie für logische Entwicklung. Beide Eigenschaften sind wichtige ästhetische Werte einer ganzen Ära, namlich der Hardbop-Periode; doch scheint Brown sie in besonderem Maße besessen zu haben, sodaß er sich über viele Zeitgenossen hebt. Als musikalische Organisation wird hier die symmetrische Struktur besprochen, welche Clifford Brown im ersten Improvisationschorus seiner Aufnahme "A Night in Tunisia" im Jahre 1954 entwickelt. Auf den Ebenen von Vorder- und Mittelgrund benutzt er häufig das Schema: Anfang, Verlauf und Abschluß und läßt dadurch die bekannte A B A '-Form erkennen.

Logik erhalten diese Strukturen, indem jede neue Improvisation konsequent aus einem Motiv oder mehreren Motiven der vorhergehenden hervorgeht. Dieses Verfahren wird als "Assoziationskette" bezeichnet. Indem solche Assoziationsketten auch über mehrere Chorusse benutzt werden, erweitert sich das Konzept zum durchgehend organisierten gedanklichen Verlauf eines ganzen Solos.